Mit einer „alternativen Budgetrede“ vor dem Parlament hat das Bündnis „Mehr für Care – Wirtschaften für’s Leben“ am 11. Oktober an Finanzminister, Parlamentarier:innen und die gesamte Bundesregierung appelliert, den drohenden Kollaps in Pflege und Betreuung zu verhindern und mit nachhaltigen Investitionen in den Care-Bereich entgegenzusteuern. „Wir befinden uns nicht mehr in einer Care-Krise, sondern bereits in einem Care-Notstand“, so die Ökonomin Elisabeth Klatzer mit Blick auf die personelle Notlage in Kindergärten, Krankenhäusern oder Nachmittagsbetreuung, aber auch die Überforderung privat Pflegender in Haushalten. Die Finanzierung der notwendigen Care-Investitionen sei über eine progressive Besteuerung von Unternehmensgewinnen einfach zu finanzieren. Das schaffe auch Gelegenheit, die gegenwärtigen Übergewinne abzuschöpfen, und sei überdies ein „wirtschaftspolitisches Gebot der Stunde“ angesichts der drohenden Stagflation. Es würden damit Impulse gesetzt zur Erhöhung von Beschäftigung und Wertschöpfung in Österreich bei gleichzeitig höherem Rückfluss von Steuern. Ähnliche Effekte hätte ein ebenfalls geforderter finanzieller Ausgleich für die von der aktuellen Teuerung am stärksten Betroffenen.

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