In den kommenden Jahren wird es aufgrund des demographischen Wandels immer mehr Menschen geben, die Unterstützung im Alltag benötigen. Bereits jetzt aber sind unsere Pflegesysteme am Limit und es fehlen Ressourcen und Arbeitskräfte. Gleichzeitig lässt der zunehmende Pflegebedarf internationale Finanzinvestoren auf neue Profitmöglichkeiten im Pflegebereich hoffen. In Ländern wie Großbritannien hat der Einzug gewinnorientierter Konzerne in die Pflege verheerende Folgen für die Versorgung gehabt. Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert und die risikoreichen Finanzgeschäfte, in die Pflegeheime verwickelt worden sind, führen wiederholt zu Insolvenzen. Im Lichte der Sparpolitik sukzessiver britischer Regierungen setzen Pflegekonzerne nun auf wohlhabendes Klientel und schließen Einrichtungen in einkommensschwachen Regionen. Wie sieht es aber gegenwärtig in Österreich aus? Welche Entwicklungen sehen wir hier?
Gute Pflege für alle jenseits von Profitorientierung ist möglich. Allerdings gilt es jetzt Strategien zu entwickeln, um Tendenzen der Unterwerfung von Pflegedienstleistungen unter die Gesetze des Gewinnstrebensumzukehren und öffentliche und gemeinnützige Pflegeversorgung zu fördern.
Hier stellen wir Artikel, Hörtipps etc. zu diesem Thema zum Nachlesen zusammen:
- Dossier-Heft: Gefährliche Pflege, April 2024
- Profit und Not in der Altenpflege, Dossier Podcast, 16. April 2024
- Vortrag Manfred Krenn: Sackgasse Finanzialisierung (Videoaufzeichnung), Folien des Vortrags: Jänner 2023
- Shareholder-orientierte transnationale Investoren in der kritischen Infrastruktur. England, Deutschland und Österreich im Vergleich. Plank L, Volmary H., Krenn M. & Blaas W., Verlag Arbeiterkammer Wien 2023
- Wie private Kapitalinteressen unsere kritische Infrastruktur unterwandern. Leonhard Plank, Hans Volmary, Manfred Krenn, A&W Blog vom 23.03.2023
- Erweitert zum Thema Gesundheit: Die Zukunft unserer Gesundheit zwischen Profit und Solidarität, Podiumsgespräch im Rahmen der Attac-Sommerakademie am 7.8.2021
