Breites Bündnis fordert entschlossenes Handeln der Regierung um die Personalnot im Care Bereich rasch zu lösen

Die Woche vom 11. bis 15. Mai steht ganz im Zeichen der Initiative „Personalnot ist lösbar“. Das gleichnamige Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, kirchlichen Initiativen und Interessensvertretungen, auch aus dem gewerkschaftlichen Bereich, macht mit einer Schwerpunktwoche auf die dramatische Personalnot im Care-Bereich, insbesondere in Pflege, Elementarbildung, Sozialer Arbeit und Inklusion aufmerksam – und zeigt zugleich konkrete Lösungen auf.

Dem Bündnis gehören an: Treffpunkt Pflegepersonal der Diözese Linz, Attac Österreich, >AUGE Wien, FAIRSorgen!, Katholische Frauenbewegung Österreich, NeBÖ – Netzwerk Elementare Bildung Österreich, Projekt Pflegestützpunkt, Interessensgemeinschaft Social/GPA, Team mensch&arbeit (KAB Oberösterreich) sowie Inklusion Österreich.

„Die Personalnot ist kein Naturgesetz, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen. Gute Versorgung für alle ist möglich – wenn die Bundesregierung endlich konsequent handelt“, betont das Bündnis.

In diesen drei Videos präsentiert das Bündnis konkrete Lösungsansätze:

Gesundheit & Pflege

Forderungen im Bereich der Pflege und Gesundheit:

  • Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege: weniger Bürokratie, mehr Zeit für Menschen sowie wirksame Gesundheitsförderung für längeren Verbleib im Berufsleben;
  • Mehr Personal, insbesondere im Nachtdienst sowie das Ende von Einzeldiensten;
  • Gerechte Bezahlung in der Pflege: Absicherung des Pflegebonus und Angleichung der Bezahlung der Langzeitpflege an den Akutbereich

Elementarbildung

Forderungen im Bereich der Elementarpädagogik:

  • Arbeitsbedingungen, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren – insbesondere durch deutlich kleinere Gruppen, eine bessere Relation von Pädagog*innen zu Kindern sowie multiprofessionelle Teams;
  • einen qualitativ hochwertigen Kindergartenplatz für alle Kinder im Sinne der Inklusion.

Soziale Arbeit & Inklusion

Forderungen im Bereich der Sozialen Arbeit und Inklusion:

  • Stabile Finanzierung und ausreichend Personal in der Sozialarbeit und Inklusion in allen Lebensbereichen;
  • Ein inklusives Schulsystem und einen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung während der gesamten Pflichtschulzeit – ohne Sondergenehmigungen;
  • Die Stärkung der sozialen Arbeit durch bessere Rahmenbedingungen und mehr Personal.

Kontaktiere die Bundesregierung

Jede und jeder von uns ist irgendwann auf Pflege, Betreuung und Fürsorge angewiesen. Als Kind. Als Elternteil. Als älterer Mensch. Die Frage ist nicht ob – sondern, ob jemand da ist, wenn wir sie brauchen.

Die gegenwärtige Personalnot ist lösbar – aber nur durch entschiedenes politisches Handeln! Viel zu wenig wird getan, die Personalnot vertieft sich, anstatt dass gute Lösungen vorangebracht werden.

Es ist daher unbedingt notwendig, die Verantwortlichen in der Regierung aufzurütteln und zum raschen Handeln aufzufordern.

Jede und jeder von uns hat eine Stimme – erheben wir sie jetzt und schicken Nachrichten an die zuständigen Minister*innen – je mehr, umso eindrucksvoller!